| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1808 |
01. März: 07. April: 15. April (Karfreitag): 17. April (Ostern): Im Oktober: |
| 1809 | 03. März: Aufruf zur Eröffnung der Singschule |
| 1811 | 19. Mai: Präfekt Jules Doazan genehmigt die erste Satzung: Vu et approuvé. |
| 1814 | 15. April: Pro memoria J. A. Anschuez‘ an den seit Januar für Koblenz zuständigen russischen Staatsrat Justus Gruner, der dem Institut staatliche Zuschüsse zuweist. |
| 1823 | November-Dezember: Karl Friedrich Zelter ist zu Besuch in Koblenz; er bescheinigt dem Musik-Institut gute Arbeit. |
| 1824 | 24. Juli: erste nachweisbare Zusammenkunft der Koblenzer Liedertafel. |
| 1840 | 14. Oktober: Friedrich Schneider dirigiert in Koblenz sein Oratorium Absalon; Schneider war schon 1824 hier gewesen und hatte die Leistungen des Musik-Instituts sehr gelobt. |
| 1842 | 21. November: Joseph Andreas Anschuez überträgt die musikalische Leitung seinem Sohnes Carl (1818-1870); er selber bleibt Intendant. |
| 1846 | 26. März: J. A. Anschuez gibt sein Amt als Intendant auf; Nachfolger wird Justizrat Benedict Kopp. |
| 1847 | 29. Juni: Carl Anschuez kündigt (er wandert 1848 nach London, 1858 nach New York aus); Nachfolger wird ab 1. Oktober Joseph Lenz (1815-1865). |
| 1855 | 28. Dezember: Trauergottesdienst in St. Kastor für den am 25. Dezember verstorbenen Joseph Andreas Anschuez. |
| 1856 | Das Musik-Institut stellt nach längerwährenden Streitigkeiten um eine neue Ästethik seine kirchenmusikalische Tätigkeit endgültig ein. |
| 1858 |
13.März: 9.-10. Oktober: |
| 1862 | 6. November: Intendant Hoelscher stirbt; Nachfolger wird Johann Anton Leroy. |
| 1865 |
14. Juli: 02. September: |
| 1866 | 24. April: Mit Otto von Königslöw aus Köln als Solisten wird Max Bruchs erstes Violinkonzert g-Moll op. 26 (in der Erstfassung) uraufgeführt. |
| 1867 |
21. Dezember: 3. August: Nachfolger von Max Bruch, der als Hofkapellmeister nach Sondershausen geht, wird Dr. Richard Hasenclever, in dessen glückloser Amtszeit der letzte Gesangskurs des Musik-Instituts endet. 14. Dezember: Dr. Heinrich Lenz, Bruder des verstorbenen Musikdirektors Joseph Lenz, wird neuer Intendant. |
| 1869 | 4. Oktober: Dr. Richard Hasenclever legt sein Amt als Musikdirektor vorzeitig nieder; Raphael Maszkowski (1838-1901) wird sein Nachfolger. |
| 1872 | Der Verein der Musikfreunde wird gegründet, um das Musik-Institut finanziell zu unterstützen. |
| 1876 | 25. Februar: Johannes Brahms gastiert als Pianist in Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 54 und Ludwig van Beethovens Chorfantasie c-Moll op. 80 und dirigiert als “Zugabe” drei seiner Ungarischen Tänze. Am 26. Januar 1883 spielt er hier sein zweites Klavierkonzert und 1883 dirigiert er seine Alt-Rhapsodie op. 53 |
| 1877 | 9. November: Pablo de Sarasate spielt unter der Leitung des Komponisten das erst wenige Tage vorher in London uraufgeführte zweite Violinkonzert op. 44 von Max Bruch. |
| 1883 | 15.-16. Juli: Musikfest zum 75. Jubiläum. |
| 1887 | 5. Oktober: Intendant Dr. Heinrich Lenz verstirbt; Nachfolger wird Julius Wegeler. |
| 1889 | 1. August: Musikdirektor Raphael Maszkowski gründet mit Felix Ritter und Ludwig Ebert ein Konservatorium, das bis 1944 bestehen sollte (später langjähriger Leiter: Franz Sagebiel). |
| 1890 |
7. Februar: 30. Juni: |
| 1892 | 6. Juli: Julius Wegeler scheidet als Intendant aus; ihm folgt Otto Jordan. |
| 1900 | Carl Wegeler tritt die Nachfolge von Otto Jordan als Intendant an. |
| 1901 |
23. März: 10. Oktober: |
| 1902 | 20.-22. April: Das zweite Mittelrheinische Musikfest der Städte Koblenz, Trier, St. Johann-Saarbrücken findet in Koblenz statt; das erste hatte es 1900 in Trier gegeben, das dritte und letzte folgte 1906 in Saarbrücken. |
| 1905 | 6. Juni: Musikdirektor Konrad Heubner stirbt; Willem Kes (1856-1934) wird sein Nachfolger. |
| 1908 | 19.-21. April: Musikfest zum 100. Jubiläum des Musik-Instituts. |
| 1911 | Julius Wegeler errichtet die mit 100.000 Mark dotierte Emma Wegeler-Deinhard-Stiftung zugunsten des Musik-Instituts; das Kapital fiel in den 1920er Jahren der Inflation zum Opfer. |
| 1912 | 8. November: Erste Aufführung von Gustav Mahlers achter Sinfonie gemeinsam mit Bonn. |
| 1913 |
Das Orchester des Philharmonischen Vereins wird Städtisches Orchester. Oktober: |
| 1918 | Nachfolger Carl Wegelers als Intendant wird Justizrat Hans Graeff. |
| 1920 | Das bislang als privatwirtschaftliches Unternehmen geführte Theater wird Stadttheater; erster Intendant und Musikdirektor wird in Personalunion Dr. Ludwig Meinecke (1879-1961) |
| 1926 | Erich Böhlke (1895-1979) wird zugleich Musikdirektor des Musik-Instituts, Erster Kapellmeister des Stadttheaters und Chefdirigent des Städtischen Orchesters; 1927 erhält er darum als erster den Titel eines Koblenzer Generalmusikdirektors. |
| 1928 | 24. und 25. Juni: Aufführung der achten Sinfonie von Gustav Mahler aus Anlass der Errichtung des Görres-Denkmals in den Rheinanlagen. |
| 1929 | Kurt Overhoff (1902-1986) wird neuer Generalmusikdirektor. |
| 1930 | 30. April: Der Opernbetrieb des Theaters wird aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, das Orchester entlassen. Die Musiker bleiben jedoch als Orchester der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Berufsmusiker zusammen, so dass der Konzertbetrieb aufrechterhalten werden kann. Kurt Overhoff geht zwar nach Heidelberg, dirigiert aber weiterhin in Koblenz die wenigen Konzerte. |
| 1933 | 31. Januar: Adolf Hitler wird Reichskanzler; infolgedessen werden auch beim Musik-Institut Gleichschaltung und Führerprinzip eingeführt. Musikdirektoren im Dritten Reich waren ab 1933 Wolfgang Martin, ab 1935 Dr. Gustav Koslik, ab 1941 Dr. Wilhelm Schmidt-Scherf. |
| 1935 | 13. Januar: Hans Graeff resigniert als Intendant des Musik-Instituts; sein Nachfolger wird der linientreue Dr. Paul Fischer. |
| 1938 | Das Musik-Institut - wie auch der Verein der Musikfreunde - wird aufgelöst; die Konzerte werden von jetzt an vom Stadtamt für Musik veranstaltet; nur der Chor bleibt bestehen, soll aber einen neuen Namen bekommen. Dr. Paul Fischer verlässt Koblenz; der mittlerweile überflüssig gewordene Intendanten-Posten des Musik-Instituts bleibt unbesetzt. |
| 1944 | 25. Aguust: Jegliches Musikleben wird per Pressekommuniqué auf Befehl von oben zugunsten des totalen Kriegseinsatzes eingestellt. |
| 1945 | 2. Oktober: Erste Probe des unter Leitung von Walter May neu gegründeten Radio-Sinfonie-Orchesters Koblenz, der späteren Rheinischen Philharmonie. |
| 1946 |
20.März: 24. Juli: 13. August: 1. September: 3. September: 12. September: 18. November: |
| 1958 | 19. April: Festkonzert zum 150. Jubiläum mit Joseph Haydns Die Jahreszeiten. Klaro M. Mizerit wird Nachfolger Otto Winklers, der nach Regensburg wechselt; bei der Rheinischen Philharmonie folgen später als Chefdirigenten Walter Crabeels (1969) und Wolfgang Balzer (1972-74), beim Musik-Institut als Chorleiter u. a. Carl Caelius (1968/69) und Jakob Noll (1970-75). |
| 1962 | 29. Dezember: Einweihung der neuen Rhein-Mosel-Halle. |
| 1964 | Mit der Einrichtung einer Abonnementsreihe von Meisterkonzerten durch die Westdeutsche Konzertdirektion Köln entsteht dem Musik-Institut eine übermächtige Konkurrenz, die ihm eine veritable, rund zehn Jahre lang dauernde Existenzkrise beschert. |
| 1969 | Dr. Karl Weber gibt das Amt des Intendanten an Dr. Werner Theisen weiter. |
| 1972 | Die Westdeutsche Konzertdirektion stellt ihre Konzertreihe ein; danach erlebt das Musik-Institut einen kräftigen Aufschwung. |
| 1973 | 1. Juli: Die Rheinische Philharmonie wird Staatsorchester des Landes Rheinland-Pfalz. |
| 1975 | Pierre Stoll wird neuer Generalmusikdirektor von Koblenz; den Chor des Musik-Instituts betreut zeitweise Pierre Cao. |
| 1980 | 24. März: Per Bescheid der Bezirksregierung Koblenz wird das Musik-Institut eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. Joachim Gerbens wird Chorleiter (ab 1997 Chordirektor) des Musik-Instituts. |
| 1981 | James Lockhart wird Koblenzer Generalmusikdirektor. |
| 1983 | 29. April: Festkonzert zum 175. Jubiläum des Musik-Instituts mit Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung. |
| 1991 | Christian Kluttig wird Koblenzer Generalmusikdirektor. |
| 1992 | Festkonzert zu 2000 Jahre Koblenz mit Gustav Mahlers achter Sinfonie in der Sporthalle Oberwerth. |
| 1993 | 5. Mai: Intendant Dr. Werner Theisen stirbt; Nachfolger wird Rolf Wegeler. |
| 1998 | Shao-Chia Lü wird Koblenzer Generalmusikdirektor. |
| 2003 | 18. Juni: Die Rheinpfalz berichtet als erste über eine vom Kulturministerium geplante Orchesterstrukturreform, gegen die sich heftige Bürgerproteste bis hin zu Straßen-Demonstrationen erheben, die letztendlich Erfolg hatten. |
| 2005 | Daniel Raiskin wird Chefdirigent des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie. |
| 2008 |
31. Mai: 15. Juni: 07. November: |
| 2010 | 9. Juni: Dr. Olaf Theisen wird zum neuen Intendanten gewählt. Rolf Wegeler, der nicht erneut kandidiert, wird zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt. Bereits im Dezember des Vorjahres wurde Professor Jochen Schaaf zum neuen Chorleiter gewählt. |
Zusammengestellt von Dr. Uwe Baur